Der perfekte Grundriss für unser Tiny House

Von unserem Tiny House im Garten stand bei Übernahme nicht viel mehr als der Rohbau, es ist also jede Menge zu tun. Die kommenden Monate könnt ihr unsere Tiny-House-Reise in den Baustellen-Update verfolgen. Den Beginn macht: Der Grundriss.

Quadratisch, praktisch, klein

Schon mit fünf Jahren gab es für mich nicht Schöneres als im Architekturbüro, in dem meine Mama arbeitete, Grundrisse auf Transparentpapier zu zeichnen. Von klein auf sah ich in den größten Bruchbuden, prunkvolle Traumimmobilien, vermutlich wurde mir all das durch die Kombi Tischler plus Architektin in die Wiege gelegt, kurzum – ich bin durchaus überzeugt, wenn uns um mein Laientalent in Sachen Grundriss geht. Nicht ganz so einfach mit mir hatte es also mein Freund als es um den Grundriss für unser Tiny House ging. Arun ist nämlich tatsächlich Architekt und ich sage es euch, ein absoluter Planer.

Ein paar Wochen und einige Wochenenddiskussionen später stand unser perfekter Grundriss für das Tiny House, den ich euch hiermit feierlich präsentiere.

Der Flur

Klitzeklein ist der Flur und vor allem Ort für Stauraum. Rechts gehts zum Schlafzimmer, links ins Bad, die ganze Länge nutzen wir für einen Schrank, in dem unsere Warmwassertherme verschwindet und ansonsten viel Platz für Kleidung, Handtücher, Decken und Co ist. Da er perfekt passen soll, haben wir den Schrank gleich mitentworfen und lassen ihn bauen, dazu demnächst mehr. Stauraum ist das A und O in so einem Tiny House.

Das kleinste Bad der Welt

Das Badezimmer ist kleiner als jedes in dem ich bisher war. Rein passt nicht mehr als eine Dusche (mit 1 Meter mal 0,7 Meter Duschvergnügen), ein Miniwaschbecken mit Unterschrank, ein Spiegelschrank und eine Toilette. Ein kleines Fenster wollten wir unbedingt auch, und haben es neu eingesetzt. Das Bad hat nur eine Höhe von zwei Metern, eine richtige kleine Nasszelle, die ich aber mit viel Liebe und meinen Lieblingsfliesen einrichten werde.

Es gab ziemlich viele Überlegungen, ob wir wirklich ein solches Bad im Tiny House brauchen oder ob die provisorische Toilette im Schuppen und eine noch zu erfindende Außendusche auch reichen würden. Der Gedanke an kalte Füße im Winter hat uns dann aber doch dazu gebracht, sehr viel Zeit in dieses Minibad zu investieren.

Ob ich das nochmal machen würde, kann ich nach sechs Wochen Baustelle nicht beantworten. Die Grube, liegt zehn Meter entfernt und wir mussten extra einen neuen Kanal ausheben und dann wieder schließen und der Holzkonstruktionskasten mitten im Raum hat uns ewige Arbeitstage und viele Kopfschmerzen bereitet. Aber ich weiß schon jetzt, dass wir es sehr schätzen werden, wenn wir bei Schnee und Regen einfach in der Hütte bleiben können, und Nachts keine nassen Füße beim Zähneputzen bekommen.

Den Raum über der Baddecke nutzen wir als Stauraum.

Das Schlafzimmer

Ziemlich klein und auch im Schlafzimmer setzen wir vor allem auf selbstentworfene Möbel, damit alles genau passt. Das Bett nutzt die volle Breite des Raumes, weil kein Platz für Nachttische bleibt, bekommt das Bett eine Ablage am Kopfende und für Stauraum, zwei große Schubladen, die sich nach vorne öffnen lassen. Ansonsten findet hier eine Kleiderleiter und ein selbstentworfener Schrank Platz.

Wohn- und Esszimmer

Eine Miniküchenzeile mit Herdplatte und Kühlschrank und ein Tisch mit drei, vier Stühlen sorgen in der Wohnküche dafür, dass wir nicht hungern müssen, wenn wir mal nicht grillen können. Auf eine Spülmaschine mussten wir verzichten.

Das Sofa wird sich leicht als Gästebett umfunktionieren lassen, das war uns sehr wichtig. Ein Ofen sorgt für Wärme an den kälteren Tagen.

Die Terrasse

Die ganze Breite des Hauses wollen wir für eine kleine Terrasse nutzen. Hier sollen Sonnenschirm, schöne Pflanzenkübel und Sitzmöbel Platz finden.

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